Auf der Suche nach dem passenden Tierschutzhund -

Carmen und Tobis Reise ins türkische Tierheim (Teil 1)31.07.2025Hunde aus dem Tierschutz

Schon lange hegten mein Freund und ich den Wunsch, einem Hund aus dem Tierschutz ein liebevolles Zuhause zu schenken. Doch als zukünftige Ersthundehalter standen wir zunächst vor einem Berg an Fragen – allen voran: An welche Organisation sollten wir uns wenden?

 

Durch einen glücklichen Zufall begegneten wir Angelika Greiner. Sie empfing uns mit offenen Armen und konnte uns direkt weiterhelfen. Sie legte uns den Verein „Köyceğiz Dogs“ im Südwesten der Türkei ans Herz – eine engagierte Initiative, die vor Ort tollen Tierschutz betreibt.

 

Durch einen erfolglosen, aber aufschlussreichen Besuch bei einem Bark Date wurde uns klar: Wir wollten unser zukünftiges Familienmitglied unbedingt vor der Adoption persönlich kennenlernen, denn die Bilder der Hunde vom Bark Date waren zwar alle süß gewesen, aber live war dann doch kein Match dabei. So fassten wir – ziemlich spontan – den Entschluss, in die Türkei zu reisen und das Tierheim vor Ort zu besuchen!

 

Dank Angelikas enger Kontakte konnten wir nicht nur einen Besuchstermin vereinbaren, sondern wurden auch einer deutschsprachigen Helferin zur Seite gestellt, die uns begleiten würde.

Mit einer Mischung aus Aufregung, Vorfreude und einer Portion Respekt machten wir uns auf den Weg. Natürlich fragten wir uns: Wird sich die Reise lohnen? Werden wir "unseren" Hund wirklich finden? Doch allein die Vorstellung, dass dort rund 450 Hunde auf ein Zuhause warten, ließ uns hoffen – die Chancen, „unseren“ Hund zu finden standen mehr als gut.

 

Nach einer ruhigen ersten Nacht in einem kleinen Hotel direkt am wunderschönen Köyceğiz-See, holte uns am nächsten Morgen pünktlich unsere Begleiterin Ella ab – früh genug, um der Mittagshitze zu entgehen.

Schon bei unserer Ankunft am Tierheim empfing uns eine unglaubliche Geräuschkulisse: 450 Hunde, die uns lautstark begrüßten – ein Klang, den wir so schnell nicht vergessen werden. Auch die ersten Begegnungen in den Gehegen waren überwältigend: neugierige Nasen, aufgeregte Ruten, stürmische Begrüßungen. Jeder Hund wollte die neuen Besucher*innen kennenlernen – mal sanft, mal mit voller Energie.

 

Anders als erwartet lebten die Hunde nicht in kleinen Kennels, sondern in mehreren großzügigen Gehegen. Das bedeutete viel Platz und Sozialkontakt – und für uns: rein ins Gehege, mitten ins Geschehen! Zugegeben, anfangs kostete das etwas Überwindung. Doch je mehr Zeit verging, desto entspannter wurden wir – und mit uns auch die Hunde.

Plötzlich wurde es uns so bewusst wie nie: Wie bei Menschen ist auch jeder Hund ein anderer Charakter, eine andere Persönlichkeit, hat eine andere Lebensgeschichte!

 

Nach zwei bis drei intensiven Stunden hatten wir bereits unzählige Hunde kennengelernt – neugierige, scheue, wilde, sanfte, verspielte und vor allem viele verschmuste Vierbeiner. Und dann wurde uns klar: Wir stehen vor einer der schwersten Entscheidungen überhaupt. Wie nur soll man sich bei so vielen wunderbaren Seelen für einen einzigen Hund entscheiden?

 

Tatsächlich ging es leichter als gedacht. Natürlich gab es am ersten Tag mehrere Hunde, die uns im Kopf blieben. Unter anderem war uns die schwarze Goldie-Mischlingshündin Fury aufgefallen – aber sie war so ins Spielen vertieft gewesen, dass sie uns nur kurz beschnüffelte und dann wieder abzog. 

 

Am zweiten Tag kehrten wir zurück ins Tierheim. Kaum angekommen, kam Fury uns freudig entgegen. Vielleicht hatte sie am ersten Tag unsere Nervosität gespürt und uns einfach erst einmal ankommen lassen. Jetzt war sie offen, interessiert – und schien uns eindeutig näher kennenlernen zu wollen.

 

Auch diesmal machten wir eine große Runde, besuchten alle Hunde, die uns gefallen hatten. Doch am Ende landeten wir wieder im Gehege von Fury und eines weiteren Favoriten vom ersten Tag. Aber wir spürten deutlich, dass Fury uns näher war – ihre Ausstrahlung fühlte sich einfach richtig an.

 

Zu unserem Glück wurden wir an diesem Tag von Kaan begleitet, dem Pfleger ihres Geheges. Mit dabei war auch sein Cousin Doğukan aus Istanbul, der perfekt ins Englische dolmetschte. So erfuhren wir viel über die beiden Hunde.

 

Mit welchen Charaktereigenschaften kann Fury die Herzen von Carmen und Tobi erobern? Und haben sie sich wirklich für Fury entschieden? Lest im zweiten Teil, ob Fury wirklich der Hund ist, den Carmen und Tobi suchten.

 

Hat Dich dieser Bericht berührt und Du möchtest auch einem Hund aus dem Tierschutz ein Zuhause schenken? Auf https://www.facebook.com/groups/1416437588521062/ kannst Du die Seelen kennenlernen, die sehnsüchtig auf ein liebevolles Heim warten – oder ich helfen Dir gerne, wie bei Carmen und Tobias, das Tierheim in Köyceğiz, Türkei, persönlich zu besuchen und Deinen neuen besten Freund dort zu finden.